So, du hast jetzt möglicherweise dein Tarot gefunden, gezählt, vielleicht auch schon gereinigt und geweiht (wenn nicht, dass kann natürlich auch warten). Jetzt (aller Wahrscheinlichkeit hast du das schon gemacht), kannst du dir die Karten ansehen.
Es ist noch gar nicht wichtig, ob du schon irgendwelche Bedeutungen kennst, ob du die Kartennamen aufzählen kannst und so weiter und so fort. Schaue dir die Karten einfach an. Jede Einzelne und das auch in aller Ruhe. Welche Karte gefällt dir besonders gut und welche Karte lehnst du innerlich ab.
Wenn du einmal das Set durch hast, kannst du danach suchen (einmal muss man sich auch die Karten in aller ruhe ansehen). Suche dann die drei Karten heraus, die dich besonders ansprechen. Und dann suche die drei Karten heraus, welche du persönlich ablehnst.
Meine Empfehlung ist, dass du nun mit diesen sechs Karten arbeitest (es gibt noch weitere Möglichkeiten mit der Arbeit am Tarot zu beginnen, hier stelle ich dir eine vor).
Nimm dir nun entweder ein Blatt Papier (oder du kannst dir auch ein schönes Büchlein kaufen und es als Tarottagebuch benutzen, dazu werde ich noch mal was schreiben) und ein Stift und die drei Karten die du magst. Schreibe auf einer Seite auf, wie die Karte heißt und warum du sie magst (das machst du mit jeder Karte bitte einzeln). Was spricht dich an? Farben, Formen, Personen … Du kannst auch die Karte schriftlich beschreiben. Ganz genau, was du auf der Karte siehst, dass kannst du schriftlich festhalten.
Und dann überlege dir, was diese Karte bedeuten könnte. Du brauchst noch gar kein Tarotwissen zu haben, aber häufig weiß unser Unterbewusstsein genau, was hinter einer Karte steckt. Also schau einfach mal nach, was die Karte bei dir zum schwingen bringt. Es ist hierbei auch egal, ob du die genaue Bedeutung findest oder eben nicht. Niemals ist das, was du für dich herausfindest falsch. Deine Gedanken und dein Wissen kann ergänzt werden, aber nicht als Nichtig erklärt werden. Denn deine Meinung, dein Gefühl und deine Deutungen sind wichtiger als alles andere.
Wenn du fertig bist, frage dich, ob die möglichen Bedeutungen mit deinem momentanen Leben übereinstimmen. So steht 2 der Kelche häufig für die Liebe. Jetzt kannst du dich hinterfragen, ob die Liebe in deinem Leben eine Bedeutung spielt oder nicht. Denn häufig sprechen uns Karten an, die in unserem Leben eine Rolle spielen.
Hast du das überprüft, gehen wir mal zu den Karten, die du nicht so ansprechend fandest. Hier machst du am besten genau das gleiche wie bei den anderen drei Karten. Also anschauen, beschreiben und die mögliche Bedeutung herausfinden. Aber auch schauen, warum du die Karten im Moment ablehnst.
Ich habe früher zum Beispiel sehr die Karte der Hohepriesterin geliebt. Doch inzwischen sind mir die Farben einfach zu kalt und bin zur nächsten Karte, die Herrscherin weitergewandert. Ihre warmen Farben sagen mir sehr zu.
Und ich bin mir sicher, dass dir das auch so ergehen wird. Heute wird dir eine Karte zusagen und demnächst hat sie eine völlig andere Bedeutung für dich.
Wenn du möchtest, kannst du diesen Weg solange gehen, bis du alle Karten durchhast (oder die anderen Wege gehen, die ich dir hier noch vorstellen werde).
Lass dir aber mit den Karte Zeit. Du musst das nicht in einem Marathonwettlauf fertig kriegen und die Karten innerhalb eines Monats beschreiben. Denn letztendlich, dass kann ich dir jetzt schon sagen, wirst du ein ganzes Leben lang mit ihnen arbeiten und neues lernen (wenn du dazu bereit bist). Da kommt es auf die ersten Monate nicht an.